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être le seul acte auquel la France aurait alors donné les mains,

2) "Le

und zwischen Sr. Herrlichkeit, dem hochgeachteten Herrn Troguet, gegenwärtig im Cafteele zu Kairo wohnhaft, gekommen von Constantinopel von dem erhabenen und edlen unter den Christen, dem französischen Ambaffadeur, Sr. Herrlichkeit, dem Herrn Grafen von Choiseul, den Gott bęglücke, geschlossen worden ist. Die Verabredung der folgenden Capitolation ist freywillig geschlor. fen worden, uod beziehet fich auf die Ankunft franzöfischer Handelsschiffe aus Indien und Suez, mit Producten und Waaren, aus Indien , und foll gehalten werden zufolge des' darliber erhaltenen Chatfcheryf von der erhabenen Pforte, die Gott beschütze.

I. Alle Schiffe der franzögfchen Negocianten sollen die Freyheit haben zu landen in welchem Hafen sie wollen, in allen, die der Regierung von Aegypten unterworfeo find, und es loll von ihnen nichts weiter zu bezahlen verlangt werden, als was selbst die tiirkischen Schiffe bezahlen müffen, und niemand foll Ich mit ihren Schiffen und Waaren nähern dürfen, und niemand fie zwingen können, ihre Güter auszuladen, fondern fie können darüber nach freyen Gefallen difponiren. So haben fie auch bey ihrer Ankunft zu Suez kein höheres Ankergeld zu erlegen, als die türkischen Schiffe felbft bezahlen. Wenn den Schiffen ein Unglück zustösst, es betreffe die Waaren, Menschen oder Schiffe, fo foll der Commandant zu Suez verpflichtet seyn, ihnen in allen Dingen Beystand zu leisten, und ihnen alles dasjenige geben, deffen fie benöthiget feyn könnten, ohne mehr dafür zu fordern, als würklich vere dient ist, und nach dem gewöhnlichen Preise gefordert werden kann.

II. Wenn irgend ein Schiff Schaden nehmen, oder gar verunglücken follte. in irgend einem von der Regierung zu Kairo abhängigea Hafen,

fo

2) Le traité d'alliance supposé d'avoir été

conclu

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fo foil der Commandant zu Kairo verpflichtet feyn, mit allem Eifer aufrichtigen Beyftand za leiften, um die Effecten oder Schiffe zu retten, und alles was gerettet wird, soll gänzlich und unverletzt den Eigenthümern verbleiben.

III. Wenn franzöfische Kriegsschiffe sich zur Bedeckung und Beschitzung der Convoy bey andera Kauffartheyschiffen befinden, fo rollen erftere weder Ankergeld noch andere Abgaben bezablen, und weder dem Capitain, noch dem Schiffsvolke soll es gewehrt seyn, ans Land zu gehen, und ihnen nichts böses widerfahen. Es soll ihnen auch verstattet seyn, sich mit Waffen und Provifionen, nach ihren Gefallen zu versehen, sowohl in Suez, als in jeden andern Hafen, wo es ihnen gefällt, und der Commandant zu Kairo foll darüber wachen, dass ihnen nichts zu Leide geschieht, und sie beschützen, und die Uebere treter trafen.'

IV. Wenn die franzöfischen Schiffe nicht bis nach Suez kommen können, oder nach Indien nicht gleich zuriickgehen können, und also in irgend einem andern Hafen vor Anker gehen müffen, fo foll der Commandant verpflichtet seyn, Leute zu ihrer Beschützung ihnen zu geben, und für die Sicherheit ihrer Schiffe, Personen, Ef. fecten und Waaren die genaueste Sorge tragen.

V. Wenn es fich zutragen sollte, dass ein Muselmann mit einem oder dem andern von dem franzöfischen Schiffsvolke in Streit geriethe, es fey in Worten oder Thaten, fo foll die Sache vor dem Commandanten zu Kairo gebracht werden, und derselbe den Türken die Strafe, die er ver. dient, zuerkennen; im Falle aber der Franzose Unrecht hat, to foll derfelbe feinen Commandanten oder feinem Confal zur Beftrafung übergeben werden.

VI. Alle französische Kauflente, welche aus ihrem Lande nach Alexandrien kommen, und nach

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conclu le 18 Fevr. 1792 entre la Pruffe et l'Au

triche

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Indien wollen, oder aus Indien nach Aegypten
kommen, sollen ungehindert, und ohne alle Be-
schwerde, und ohne dass man fie, ihre Equipage,
Briefe, und was fie bey fich haben, visitirt, frey
und sicher reisen können, und Waffer und Pro-
visionen nach Gefallen, und wo sie wollen, neh-
men und kaufen können.

VII. Ein Conful des Königs von Frankreich
soll von dem Commandanten zu Kairo alle ihm
zukommende Ehrenbezeugungen erhalten, und
Schutz und Schirm für alle von ihm abhängige
Personen. Und es soll vor seinem Hause die
gewöhnliche Wache von Janitscharen gehalten
werden, und ihm Ruhe und Sicherheit gewähren,
und die Ehre und Achtung ibm erhalten, die er
in einem höhern Grade haben soll, als jeder
andere Consul irgend einer andern Nation.

VIII. So oft franzöfische Schiffe zu Suez ankommen, soll ein französischer daselbst etablirter Procurator die Ladung des Schiffes besichtigen, und davon dem Conful oder Vice - Consul eine Note geben. Die Schiffe follen, wo es ihnen gefällt, anlegen können, ohne dass ihnen etwas in den Weg gelegt werde, auch soll Niemand sich ihnen nähern, oder auf ihre Schiffe fich begeben dürfen, ohne Erlaubniss des Capitains, auch kein fremdes Seevolki einer andern Nation darf sie beläftigen, oder sie behindern, oder sich ihren Schiffen, Gütern, und Waaren nähern.

IX. Kein Mensch soll, weder im Namen des Commandanten zu Suez, noch von anderer Seite und Obrigkeit her, ihre Waaren visitiren, ausser den einzigen, welchen der Pafcha von Kairo, oder der Commandant von Kairo schicken wird. Dieser foll bloss die Ballen von den linnenen Zeugen zählen, und ihnen das Siegel aufdrücken, und die Nota davon auf Kairo schicken, und dann sollen die Waaren in die Magazine der franzöfischen Negocianten zu Kairo transportirt werden. Dort sollen

triche, contre l'autenticité duquel une partie de

fon

Wenn

? die Siegel in Gegenwart des Pafcha, oder eines

Abgeordneten, wieder weggenommen und sodann der Preiss angegeben, und Zoll erlegt werden, nach folgender tipulirter Weise.

X. Von allen Waaren, die aus Indien kommen, aus welchen Hafen er sey, follen 4 Procent an den Pafcha von Aegypten, und 2 Płocent dem Für. ften von der Karavane bezahlt werden. - Von den linnenen und baumwollenén Zeugen werden die Procente in natura, in Linnen felbft genommen. Von en Gewürzen und andern Artikeln aber wird der Zoll in baarer Münze bezahlt. es den Negocianten nicht gefällt, ihre Waaren zu Kairo zu verkaufen, sondern sie diefelben nach andern Ländern schaffen wollen y follen lịe von Niemanden daran gehindert werden, und auch

keinen weiteren Zoll, doch irgend eine Abgabe - im Reiche, bezahlen.

- XI. Was den Zoll von den Gewürzwaaren betriffr; fo coll deren Werth nach gegebenen Proben bestimmt werden. "Wenn aber die Waaren selbst besser find, als die Proben, so soll es als ein Betrug angesehen werden, und die Kauflente verbunden feyn. alle diese Waaren für denjenigen Preiss zu geben, den das Zollamt für die gezeigten Proben bestimmt wird, und von dem, was der wahre Werth/mehr beträgt, als der Wehrt der Proben, follen, 50 Procent mehr gegeben werden.

XII. Von dem Kaffee aber foll für diejenigen Theile, die die Negocianten zu ihrem Gebrauche. oder zu Geschenken für ihre Freunde bestimmt haben, nur der gewöhnliche Zoll entrichtet werden, ohne auf die Proben zu achten:

XIII. Wenn die Kaufleute die Waaren in ihr eigen Land, zur See versenden; fo wird das Zollamt den Werth nach der Faftur bestimmen, und erhält 3 Procente. Wenn ein Argwohn obwaltet, dass der Werth der Waaren nicht mit dem übereinstimme, was in der Factur angegeben ist,

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fo wird man einige Ballen eröffnen und fie mit der Factur vergleichen: man wird aber die übri. gen Ballen nicht öffnen, und wenn fich eine Betrigerey findet, so wird das Zollamt überhaupt 6 Procente nehmen.

XIV. Weder die Negocianten noch die Schiffscapitains find verpflichtet, irgend einem Compandanten, oder jemand fonft ein Geschenk zu machen, ausser was sie etwann aus guten Willen geben wollen, aber diess foll keine Verbindlichkeit für andere seyn, da jeder nach freyen Wil. Jen etwas zum Geschenke geben kann, und auch nichts geben darf, wenn er nicht will.

XV. So bald als Kauffartheyfchiffe zu Suez ankommen, wird die Regierung selbit Leute lenden, welcho ihre Güter nach Kairo bringen, und sie Debit den Personen beschützen, und mit Sicher. heit, und ohne Gefahr nach Kairo begleiten. Wir fteben auch, mit Gottes Hülfe, für alle Sicherheit in Absicht der Araber, und für allen defshalb zu besorgenden Schaden.

XVI. Wenn es fich ereignen follte, dass die Regierung zu Kairo die nach Indien handeloden Negocianten nicht ferner duiden wollte, fo foll ihnen ein ganzes Jahr Zeit gelaffen werden, und sie rollen so lange mit aller Sicherheit in ihren Håusern bleiben, und ihre Waaren verkaufen können, nach freyem Gefallen, und keinen Schaden oder Belästigung erleiden, und nach Verlauf des gesetzten Jahres mit aller Ehre und Sicherheit lich wegbegeben können.

XVII. Wenn eine andere europäische Nation aurger der franzöfichen, auch einen Handel von hierans nach Indien treiben wollte, und darüber Tractatin fchlöffe, so sollen auf alle Fälle die

Franzosen immer die am mehrsten begünstigten seyn und bleiben.

Alle diese Punkte und Bedingungen sind von beiden Seiten mit gleicher Aufrichtigkeit unter

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